Die Dalberg Klinik Fulda lädt am Samstag, den 03. September in der Zeit von 11 bis 17 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein. „Wir möchten unseren Patienten und der breiten Öffentlichkeit die Leistungen unseres Hauses näher bringen“, sagt Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor Dr. med. Jürgen Vey. Die Klinik habe sich in den letzten Jahren auf die Gelenk-Endoprothetik spezialisiert. „Bei diesen Gelenkersatz-Operationen am Knie führen wir in der Region den Markt an.“ Modernste Medizintechnik aus nächster Nähe betrachten, Klinik- und OP-Besichtigung, Fachvorträge aus Orthopädie und Unfallchirurgie, Neurochirurgie und Anästhesie sowie Aktionen zum Wohle der Gesundheit – das steht auf dem Programm.

Der Fuldaer Neurochirurg und Klinikchef Dr. med. Samir Al-Hami (Neuro Spine Center – Münsterfeld) gehört ebenso zu den regionalen Kooperationspartnern wie das Sanitätshaus Spiegel (Gesundheitszentrum Münsterfeld).
Dr. Al-Hami referiert zum Thema „Gangstörung aus neurochirurgischer Sicht“. Zum Portfolio von Spiegel gehören kostenlose Fußdruckmessungen und Venen-Checks. „Wir wollen, dass die Besucher beschwerdefrei im Alltag und jederzeit aktiv sein können“, erklärt Inhaber Jörg Spiegel.
Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Der Eintritt zum Tag der offenen Tür ist frei. Die gesamte Bevölkerung ist herzlich eingeladen. Einige Partner der Dalberg Klinik bieten ein Gewinnspiel an und verlosen unter den Besuchern attraktive Preise.

Fulda. Dass jede seiner Bewegungen im Operationssaal des Neuro-Spine-Centers von 150 Zuschauern beobachtet wird, macht Neurochirurg Dr. Samir Al-Hami (58) nicht nervös, im Gegenteil: Die Live-Übertragung seiner Wirbelsäulen-OP in die benachbarte Münsterfeld-Halle macht ihm richtig Spaß. „Ich möchte potenziellen Patienten gern zeigen, dass es keinen Grund gibt, vor einen Operation an der Wirbelsäule Angst zu haben. Der Eingriff ist nicht gefährlicher als eine Autobahnfahrt von Fulda nach Frankfurt – wenn Sie einen guten Arzt und ein gutes OP-Team haben“, sagt Al-Hami nach dem Eingriff.

Mit der Live-Übertragung einer Operation wolle er auch zeigen, auf welch hohem Niveau im Neuro-Spine-Center gearbeitet werde. In seiner Klinik würden alle neurochirurgischen Eingriffe entweder von ihm selbst oder dem Chirurgen Musa Eid vorgenommen. Während der OP erklärt er genau, welche Schritte er gerade vornimmt: Er setzt einem 59 Jahre alten Patienten, der unter einer Abnutzung der Bandscheiben litt, ein Implantat ein. Die Zuschauer sind beeindruckt, wie präzise er zwischen Halsschlagader, Speiseröhre und Rückenmark seine Schnitte setzt. Blut spritzt dabei praktisch nicht, weil er von Anfang an kleine Gefäße, aus denen Blut austreten könnte, verödet.

Der Mediziner erläutert, dass ein guter Operateur viele Eingriffe gemeistert haben müsse. Er habe bereits 4000 Patienten an der Halswirbelsäule operiert. Derzeit gebe es im Neuro-Spine-Center sechs Operationen pro Tag. Einige Minuten nach der erfolgreichen Operation tritt Al-Hami, noch in grüner Operationskleidung und unter dem Beifall seiner Zuschauer, auf die Bühne der Münsterfeldhalle. Er beantwortet viele Fragen – von Patienten, die ohne Erfolg in anderen Krankenhäusern operiert worden waren, und Patienten, die über eine OP an der Wirbelsäule nachgedacht haben.

Quelle: http://www.fuldaerzeitung.de

Fulda. Ein Patient, ein Operateur und viele Zuschauer – Gespannte Gesichter blickten am Montagabend circa eine Stunde lang auf eine Leinwand in der Münsterfeldhalle. Dort hin wurde die Operation aus dem Neuro-Spine-Center von Dr. Samir Al-Hami live übertragen. Der Neurochirurg operierte einen 50-jährigen Mann an der Halswirbelsäule und kommentierte dabei sein Vorgehen.

„Es ist alles absolut gut verlaufen. Ich bin mit der Operation sehr zufrieden“, berichtete Al-Hami, der kurz nach der Operation mit einem Strahlen im Gesicht vor sein Publikum trat. Rund 150 Zuschauer applaudierten kräftig und waren begeistert, einen Einblick in die Arbeit bekommen zu haben. „Eine Live-OP ist für uns auch immer wieder ein Erlebnis. Wir wollen den Patienten damit auch ein Stück Angst nehmen“, erklärte Al-Hami. Zur Freude aller Gäste konnte kurz nach der Operation auch schon der Patient über Videokamera gezeigt werden. Das Geburtstagskind war schon wieder bei vollem Bewusstsein und machte sogar ein paar Späße und Dehnübungen mit der Krankenschwester.

Der Patient bekam ein Implantat zwischen dem sechsten und siebten Halswirbelkörper eingesetzt, da die Bandscheibe an dieser Stelle enorm abgenutzt und Rückenmarkkanäle verengt waren. Nachdem die Narkose eingeleitet worden war, konnte es auch schon losgehen. Al-Hami und sein Team waren von der ersten Sekunde an auf der Leinwand zu sehen. „Als Neurochirurg arbeite ich mit zwei Händen. Mit dem Mund kann ich das Mikroskop bewegen“, erläuterte Al-Hami, der gleichzeitig mit seinen Füßen das Röntgengeräte betätigen konnte. Schließlich machte er während der Operation immer wieder Aufnahmen, um genau zu sehen, wie weit er schon zum Rückenmark vorgedrungen ist. Während des ganzen Ablaufs arbeitete Al-Hami unter einem Mikroskop.

„Ich arbeite mit Schwester Melanie nonverbal. Sie weiß genau, welcher Schritt als nächstes kommt“, verwies der Neurochirurg auf die gute Ausbildung seiner Mitarbeiter. Nachdem er sich einen ersten Weg durch das Gewebe des Patienten verschafft hatte, brachten die beiden einen Reaktor zur Stabilität an. „Eine gesunde Bandscheibe sieht anders aus“, wusste Al-Hami als er sich den Weg zur dieser mittels Bohrer freigemacht hatte. Dort angekommen, entfernte er schließlich die gesamte Bandscheibe und das Gewebe, das auf das Rückenmark gedrückt hatte. „Wir müssen beim Operieren sehr vorsichtig sein“, so Al-Hami, der nun das Implantat einsetzen konnte. Die Implantate bestehen zu 99 Prozent aus Kunststoff mit kleinen Titanstiften. „Diese OP kann lebensgefährlich sein, wenn eine Nachblutung auftritt“, verwies Al-Hami auf die Wichtigkeit, alle Blutungen genausten zu stillen, bevor er nach einem letzten Check die Wunde verschließen konnte.

Die gekommenen Gäste machten rege Gebrauch davon, an dem Abend Fragen rund um die Operation, aber auch über die Erkrankung an der Hals- und Lendenwirbelsäule insgesamt zu stellen. Dabei konnte Moderator Jan Garlepp den Gästen schon zu Beginn viele Fragen beantworten und sie als Facharzt für Anästhesiologie über die Narkosetechnik aufklären.

Dr. Al-Hami und sein Kollege Musa Eid operieren jährlich circa 1000 Patienten, wobei 60 Prozent der Fälle auf die Lendenwirbelsäule und circa 40 Prozent auf die Halswirbelsäule entfallen. An einem Tag fallen bis zu sechs Operationen an. „Eine Operation muss immer zu 1000 Prozent gelingen. Wenn ein Patient aber keine Beschwerden hat, wird er bei uns auch nicht operierte“, verdeutlichte Al-Hami seine Einstellung zu Operationen.

Quelle: http://www.osthessen-zeitung.de

Text: Svenja Müller

Am Montag, den 02. Dezember 2013 können Sie live bei einer Operation an einer geschädigten Halswirbelsäule dabei sein – erhalten Sie Einblick in das operative Verfahren. Die von Dr. med. Samir Al-Hami durchgeführte Operation im Neuro-Spine-Center, wird ab 17 Uhr live in die Münsterfeldhalle übertragen. Während dem operativen Eingriff, der auf einer Großleinwand zu sehen sein wird, kommentiert Herr Dr. Al-Hami live sein Vorgehen während der Operation und es können Fragen an das Ärzte-Team des Neuro-Spine-Centers gestellt werden. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten wir um telefonische Anmeldung unter Tel. 06 61 – 48 04 96 82.